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Commerzbank-Aktie: Bank will Ertragskraft durch Sparprogramm bis 2016 steigern


12.11.2012
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Der Analyst der Nord LB, Michael Seufert, stuft die Commerzbank-Aktie (ISIN DE0008032004 / WKN 803200) von "verkaufen" auf "halten" herauf.

Für das dritte Quartal 2012 habe die Commerzbank ein schwaches operatives Ergebnis in Höhe von 216 Mio. Euro ausgewiesen. Nach Steuern und Anteilen Dritter sei lediglich ein Gewinn von 78 Mio. Euro angefallen. Das Konzernergebnis nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr liege bei 722 Mio. Euro.

Das operative Ergebnis sei vor allem von dem neu eingeführten Abbausegment NCA (Non Core Assets: Gewerbeimmobilien, Schiffs- und Staatsfinanzierung) belastet worden, in dem ein Negativsaldo von 476 Mio. Euro angefallen sei. Den größten positiven Segmentbeitrag hätten die Mittelstandsbank mit 395 Mio. Euro und Corporates & Markets mit 191 Mio. Euro geliefert.

Die Verwaltungskosten für 2012 taxiere der Commerzbank-Vorstand nur noch auf maximal 7,2 Mrd. Euro nach zuvor "unter 7,6 Mrd. Euro". Die Risikovorsorge solle weiterhin bei 1,7 Mrd. Euro liegen und für das Schlussquartal 2012 werde ein schwächeres operatives Ergebnis als in Q3'2012 erwartet.


Die Commerzbank habe zudem die Mittelfriststrategie bis 2016 präsentiert. So wolle die Commerzbank in den kommenden vier Jahren 2 Mrd. Euro in die Stärkung der Kernaktivitäten investieren. Trotz der Investitionen solle die Kostenbasis bis 2016 durch Effizienzverbesserungen stabil gehalten werden. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern der Kernbank sehe die Geschäftsführung in 2016 bei über 10%.

Die harte Kernkapitalquote (CT1) habe per Ende September 2012 unter den aktuellen Regeln zwar hohe 12,2% betragen, jedoch im Vergleich zum Wettbewerb unterdurchschnittliche 7,5% unter Annahme der voll umgesetzten Basel-III-Vorschriften. Bis Ende 2015 wolle die Commerzbank jederzeit eine Eigenkapitalquote von mehr als 9% erzielt haben.

Die Zahlen der Commerzbank für das 3. Quartal 2012 spiegeln das nicht nur durch Altlasten beeinträchtigte schwache Ergebnispotenzial wider, so die Analysten der Nord LB. Um das Eigenkapital weiter zu stärken, wolle die Commerzbank für 2012 und 2013 keine Dividende ausschütten.

Die niedrige Bewertung der Commerzbank spiegle die aktuell geringe Ertragskraft wider. Zwar würden die Analysten weiterhin mit einer volatilen Kursentwicklung rechnen, doch sei ihrer Ansicht nach auf dem gegenwärtigen Niveau das Abwärtspotenzial nur noch begrenzt.

Deshalb stufen die Analysten der Nord LB die Commerzbank-Aktie auf "halten" herauf. Das Kursziel werde von 1,15 auf 1,35 Euro angehoben. (Analyse vom 12.11.2012)
(12.11.2012/ac/a/d)



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